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Zwischen Forschung und Anwendung: Wie Physical AI und kognitive Robotik den Weg in die industrielle Realität finden
Physical AI und kognitive Robotik gelten als zentrale Zukunftstechnologien für Industrie, Logistik und Gesundheitswesen. Während die technologischen Fortschritte in Forschungslaboren weltweit beeindruckend sind, bleibt die eigentliche Herausforderung häufig dieselbe: Wie gelangen diese Innovationen in reale Anwendungen und schaffen dort messbaren Mehrwert?
Genau an dieser Schnittstelle arbeitet AURONIQ Robotics. Gemeinsam mit Prof. Dr. Yulia Sandamirskaya, Chief Robotics Officer bei AURONIQ Robotics und einer der führenden Expertinnen für adaptive und lernbasierte Robotik, verfolgt das Unternehmen das Ziel, moderne Robotik schneller, flexibler und wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Im Gespräch spricht Prof. Dr. Yulia Sandamirskaya über die Entwicklung intelligenter Robotik, die Herausforderungen bei der industriellen Umsetzung und die Rolle von Physical AI in der Zukunft.

Was verbindet Sie persönlich mit adaptiver Robotik?
Prof. Dr. Yulia Sandamirskaya beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit lernfähigen und adaptiven Robotersystemen. Ihr Fokus liegt dabei auf einer zentralen Frage: Wie können Roboter nicht nur vorprogrammierte Aufgaben ausführen, sondern sich flexibel an neue Situationen anpassen?
„Es gibt heute beeindruckende Entwicklungen in der Forschung. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, diese Technologien aus den Laboren in reale Anwendungen zu bringen“, erklärt Sandamirskaya.
Für sie entscheidet sich die Zukunft der Robotik daran, wie gut Forschungsergebnisse in praktische Lösungen überführt werden können.
Warum wird Robotik gerade heute wichtiger?
Viele Branchen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigender Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit effizienterer Prozesse.
Gerade repetitive, körperlich belastende oder monotone Aufgaben bieten großes Potenzial für intelligente Robotik.
„Viele dieser Aufgaben binden Fachkräfte für Tätigkeiten, deren direkter Mehrwert gering ist“, so Sandamirskaya.
Kognitive Robotik kann dabei helfen, Mitarbeitende zu entlasten und Prozesse produktiver zu gestalten.
Warum reicht klassische Automatisierung nicht mehr aus?
Klassische Automatisierung funktioniert vor allem in stabilen Umgebungen mit gleichbleibenden Abläufen. Moderne Unternehmen benötigen jedoch zunehmend flexible Lösungen für wechselnde Produkte und dynamische Prozesse.
Hier kommen KI-gestützte Robotersysteme ins Spiel.
„Mit KI und deren kognitiven Architekturen können Roboter deutlich flexibler eingesetzt werden. Sie können zwischen unterschiedlichen Aufgaben wechseln und in dynamischen, sich wechselnden Umgebungen arbeiten“, erklärt Sandamirskaya.
Ein wichtiger Bereich ist dabei die mobile Manipulation – also die Kombination aus Fortbewegung und physischer Interaktion mit den Objekten.
Warum ist die Umsetzung in Unternehmen weiterhin eine Herausforderung?
Trotz großer Fortschritte in Forschung und Entwicklung bleibt die Übertragung in die Praxis eine zentrale Herausforderung.
„Die Herausforderung besteht darin, den Weg von leistungsfähigen KI-Modellen hin zu konkreten Aufgaben in einem Betrieb zu ermöglichen.“
Robotik muss nicht nur technisch funktionieren, sondern sich in bestehende Prozesse integrieren lassen und einen wirtschaftlichen Nutzen schaffen.
Genau an diesem Punkt setzt AURONIQ Robotics an: Das Unternehmen entwickelt Ansätze, um Prozesse zu analysieren, geeignete Anwendungsfälle zu identifizieren und Robotik schneller in reale Umgebungen zu bringen.
Wo liefert AURONIQ Robotics bereits konkrete Lösungsansätze?
Der Fokus von AURONIQ Robotics liegt insbesondere auf mobiler Manipulation – also Robotersystemen, die sich flexibel bewegen und gleichzeitig Aufgaben übernehmen können.
Mögliche Einsatzfelder sind unter anderem:
• Machine Tending und Maschinenbedienung
• Intralogistik und Materialtransport
• Laborautomatisierung
• Inspektions- und Wartungsaufgaben
• Logistikprozesse im Gesundheitswesen
„Gerade dort, wo Prozesse dynamisch sind und sich Anforderungen regelmäßig ändern, entsteht ein großes Potenzial für intelligente Robotik“, erklärt Sandamirskaya.
Wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Roboter?
Die erfolgreiche Einführung von Robotik hängt nicht nur von Technologie ab, sondern auch von Akzeptanz.
„Menschen müssen verstehen können, was ein Roboter macht und warum er es macht. Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind entscheidend.“
Besonders in Umgebungen, in denen Menschen und Roboter gemeinsam arbeiten, werden sichere und verständliche Systeme eine zentrale Rolle spielen.
Welche Rolle spielt Europa im internationalen Wettbewerb?
Sandamirskaya sieht Europa mit wichtigen Stärken im Bereich Robotik.
Besonders Engineering-Qualität, Sicherheit und verantwortungsvoller Umgang mit Daten seien entscheidende Faktoren.
„In Europa haben wir ein starkes Bewusstsein für Sicherheit, Qualität und verantwortungsvollen Umgang mit Daten.“
Gerade für industrielle Anwendungen, aber auch zum Beispiel im Gesundheitswesen sind diese Aspekte langfristig entscheidend.
Wie sieht die Zukunft der Robotik in zehn Jahren aus?
Die Zukunft der Robotik wird laut Sandamirskaya weniger sichtbar sein, als viele erwarten.
„Sie werden überall eingesetzt sein, aber kaum auffallen. Sie werden einfach Teil der Infrastruktur sein, die unsere Gesellschaft unterstützt und entlastet.“
Roboter werden künftig viele Aufgaben im Hintergrund übernehmen – von Transport und Wartung bis hin zu Unterstützung in Industrie und Versorgung.
Für Unternehmen wird entscheidend sein, wie schnell es gelingt, diese Technologien in reale Wertschöpfung zu überführen.
Genau dort sieht AURONIQ Robotics seine Rolle: als Verbindung zwischen technologischer Innovation und praktischer Anwendung.
Quellen und weiterführende Links


