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WEF-Davos 2026: Physical AI und Robotics als zentraler Zukunftstrend
Von starren Abläufen zu lernfähigen Systemen
Beim World Economic Forum 2026 in Davos rückten Künstliche Intelligenz und Robotics ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch wenn der Serieneinsatz von Kognitiver Robotik noch nicht in allen Einsatzgebieten erreicht ist, sehen Unternehmen Embodied AI zunehmend als entscheidenden Faktor für zukünftige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie intelligente Robotiklösungen in der Wirtschaft und im privaten Sektor sicher eingesetzt werden kann. Konsens ist: AI soll eine unterstützende Rolle übernehmen und Physical AI und Robotics sind die entscheidenden Faktoren. Diese Einordnung wird auch durch die Investitionsdynamik gestützt: Allein im Jahr 2025 flossen Schätzungen zufolge weltweit über 100 Milliarden US-Dollar Venture Capital in AI-Startups, ein wachsender Anteil davon in robotics-basierten und Physical-AI-Anwendungen, wie aus Live-Analysen und Marktübersichten beim World Economic Forum und Berichten von Business Insider hervorgeht.

Auch AURONIQ ROBOTICS war in Davos vertreten: Unsere Co‑Founderin Prof. Dr. Yulia Sandamirskaya nahm persönlich am WEF teil und brachte die Perspektive moderner kognitiver Robotik in die internationalen Diskussionen ein. In Gesprächen, Panels und Hintergrundrunden konnte sie zentrale Impulse setzen und wertvolle Eindrücke aus erster Hand mitnehmen – insbesondere zu den globalen Entwicklungen rund um Physical AI, den steigenden Bedarf an sicheren, skalierbaren Robotikplattformen und den wachsenden Erwartungen an europäische Innovationsführer. Ihre Teilnahme unterstreicht den Anspruch von AURONIQ ROBOTICS, die Zukunft intelligenter Robotik aktiv mitzugestalten und den internationalen Dialog über verantwortungsvolle Embodied‑AI‑Systeme mitzugestalten.
Mehrere Unternehmen betonten, dass Physical AI kein kurzfristiger Hype bleiben darf. Microsoft-CEO Satya Nadella positioniert sein Unternehmen deshalb als Brücke zwischen technologischer Entwicklung und praktischer Anwendung und setzt auf einen breiten, inklusiven Einsatz von Embodied-AI in intelligenten Robotern. Entsprechend investiert der Konzern laut Nadella stark in AI- und Cloud-Infrastruktur und plant für das Geschäftsjahr 2026 Investitionen im hohen zweistelligen Milliardenbereich, um den Einsatz von AI in Industrie, Logistik und anderen realwirtschaftlichen Bereichen zu ermöglichen.

NVIDIA positioniert sich als infrastrukturelles Fundament dieses Ansatzes. CEO Jensen Huang betont den Ausbau grundlegender AI-Infrastrukturen als Voraussetzung für skalierbare Robotiklösungen. Das Unternehmen investiert umfangreich in Rechenleistung, Simulationsumgebungen und Trainingsplattformen für Physical AI. Als eines der wertvollsten Technologieunternehmen weltweit bewertet NVIDIA kognitive Robotik als eine einmalige wirtschaftliche Chance, insbesondere für industrielle Kernregionen wie Europa, wie Huang in Gesprächen und Beiträgen beim World Economic Forum hervorhob.
Google DeepMind fokussiert sich auf Grundlagenforschung und langfristige Entwicklung im Bereich Advanced AI Research. Artificial General Intelligence wird nicht als Produkt, sondern als langfristiger Motor für wissenschaftlichen Fortschritt verstanden, so CEO Demis Hassabis. Alphabet erhöht parallel seine AI-bezogenen Ausgaben deutlich und plant für 2026 Investitionen von rund 90 Milliarden US‑Dollar, wie die Financial Times unter Berufung auf Unternehmensangaben und Analystenschätzungen berichtet. Ein relevanter Teil dieser Mittel fließt in Forschung, Sicherheit und den Aufbau robuster AI‑Systeme.
NEURA Robotics ergänzt die Debatte um eine wichtige europäische Perspektive auf Physical AI und die nächste Generation humanoider Robotik. Das deutsche Unternehmen entwickelt kognitive und humanoide Robotersysteme für industrielle sowie alltägliche Anwendungen. NEURA sicherte sich 2023 rund 55 Millionen US‑Dollar und Anfang 2025 weitere 120 Millionen Euro Wachstumskapital, wie das Unternehmen in offiziellen Finanzierungsmitteilungen bekannt gab. Die Investitionen fließen in die Weiterentwicklung humanoider Plattformen, den Ausbau der Produktionskapazitäten und die internationale Expansion. CEO David Reger verfolgt das Ziel, durch die Etablierung kognitiver Roboter Menschen von monotonen Aufgaben zu entlasten und damit eine neue europäische Leitindustrie im Bereich Robotics und Physical AI aufzubauen.
Tesla und Elon Musk betrachten Physical AI und Robotics vor allem produkt- und skalierungsorientiert. Das Unternehmen arbeitet an seinem humanoiden Roboter Optimus sowie an autonomen Fahrzeugsystemen und investiert hierfür erhebliche Mittel in eigene AI‑Hardware, Trainingsinfrastruktur und Produktionskapazitäten. Branchenanalysten gehen davon aus, dass sich Teslas Investitionen in AI‑ und Robotik‑Infrastruktur inzwischen im zweistelligen Milliardenbereich bewegen, wie aus Berichten von Business Insider im Umfeld des WEF in Davos hervorgeht. Musk verweist in diesem Zusammenhang auf das langfristige Potenzial humanoider Roboter und deren mögliche Bedeutung für Produktivität, industrielle Automatisierung und zukünftige Arbeitsmärkte.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist dieser Ansatz relevant. Studien von McKinsey zeigen, dass ein großer Teil des Automatisierungspotenzials ungenutzt bleibt, wenn Systeme nicht adaptiv und softwaregetrieben ausgelegt sind. Insbesondere in realen Betriebsumgebungen mit hoher Variabilität entscheidet die Fähigkeit zur Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und Anpassung darüber, ob Automatisierung skaliert oder im Pilotstadium stecken bleibt.
Kognitive Robotik steht damit für einen grundlegenden Perspektivwechsel. Automatisierung wird nicht länger als starres Zielsystem verstanden, sondern als lernfähiger Prozess. Unternehmen gewinnen Systeme, die mitdenken, mitlernen und sich anpassen. Genau darin liegt der entscheidende Schritt von isolierter Automatisierung hin zu nachhaltiger, zukunftsfähiger Robotik.
Autorin: Mia Naomi Stach
Quellen und weiterführende Links


